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Sehr geehrte Damen und Herren,

ich darf nunmehr den Reigen der Ehrungen und Auszeichnungen mit der Verleihung des Brighter Future Award 2007 beschließen. Ich darf dies tun als Vertreter der Dienstleistungsgesellschaft für Informatik mit Sitz im Wissenschaftszentrum in Bonn, die wiederum als deutsche Akkreditierungsstelle für den Europäischen Computerführerschein – kurz ECDL – die internationale ECDL Foundation mit Sitz in Dublin vertritt. Die Foundation ist eine Gründung von CEPIS -  dem Council of European Professional Informatics Societies – also dem Dachverband der europäischen Informatikergesellschaften. Sie hat in den 10 Jahren ihres Bestehens den ECDL als ein Breitenzertifikat für Computeranwender in jetzt 148 Ländern eingeführt, von Europa, bis zu den Emiraten und China. 30.000 Prüfungszentren nehmen in 38 Sprachen weltweit Prüfungen zu diesem Anwenderzertifikat ab. Mehr als 7 Millionen Kandidaten haben es absolviert. Zielsetzung ist die Computeralphabetisierung möglichst aller Bevölkerungsgruppen. E-inclusion heißt es ja auf Neuhochdeutsch, und die  Europäische Gemeinschaft widmet sich in diesem Jahr in besonderer Weise dieser Zielsetzung. Insbesondere Benachteiligte und Menschen mit Behinderung bedürfen dabei unserer Fürsorge, denn für sie sind Computerkenntnisse ein Weg aus der Benachteiligung und eröffnen ihnen sogar, wie im Fall der sehgeschädigten Menschen, ein neues Tor zur Welt,  also Brighter Futur, wie der Preis heißt, den ich zu verleihen habe. Er ist von der internationalen ECDL Foundation gestiftet worden, um solche Initiativen zu würdigen.
Als wir im letzten Jahr nach einem würdigen Preisträger für Deutschland Ausschau gehalten haben, fiel die Wahl nicht schwer. Wir hatten in Königswusterhausen an der dortigen Blindenschule und dann in Espoo, Finnland das International Camp on Communication and Computers kennenlernen dürfen, das nunmehr seit 14 Jahren blinden Jugendlichen aus ganz Europa die Möglichkeit gibt, sich über Themen rund um den Computer und über computergestützte Hilfsmittel für Blinde zu informieren. Ich selbst habe die eindrucksvollen Bilder noch gut vor Augen von den Workshops und dem Miteinander der blinden Jugendlichen. Ich sehe die konzentrierten Gesichter in den Workshops über die Notenschrift für Blinde, über das Einscannen von Zeitungen und die vielen nützlichen Hilfsmittel, die den Alltag von Blinden erleichtern können. Ich sehe die Blinden Jugendlichen, geführt von den vielen freiwilligen Helfern oder auch in Gruppen auf Endeckungstour in ihrer Gaststadt.
Solche Initativen, meine Damen und Herren, können nur dann über eine so lange Zeit so nachhaltig ihre Wirkung entfalten, wenn es Personen gibt, die sich unermüdlich dafür einsetzen. Im Falle des ICC ist es, Sie wissen es natürlich, Herr Joachim Klaus, Geschäftsführer des Studienzentrums für Sehgeschädigte (SZS) der Universität Karlsruhe. Er ist die Seele dieser Initiative und ihn möchten wir daher gerne für seine Verdienste um das ICC mit dem ECDL Brighter Future Award 2007 auszeichnen.

Ausgezeichnet werden damit auch stellvertretend die jugendlichen Teilnehmer des ICC, die sich durch die Anregungen, Impulse und Informationen des ICC bessere Berufschancen erschließen oder ihre Lebensqualität verbessern konnten.
Unsere ganz besondere Wertschätzung für dieses Projekt und die Arbeit von Herrn Klaus, meine Damen und Herren, sehen Sie auch daran, dass ich heute am Rosenmontag hier bei Ihnen bin, denn Sie wissen ja, dass die Gegend aus der ich komme rheinisch-katholisch ist, wo der Rosenmontag in der Bedeutung gleich nach Ostern und Pfingsten kommt. 
Also, lieber Herr Klaus, meinen herzlichen Dank für Ihre Arbeit und meinen herzlichen Glückwunsch zum ECDL/ICDL Brighter Future Award 2007, den ich Ihnen nunmehr überreichen möchte.